Buch, Wirtschaftswert - Economic Value, 1997

Joseph Beuys:
DAS WIRTSCHAFTSWERTPRINZIP

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Beschreibung

192 Seiten, 34 farb. Abbildungen, Texte von Jan Hoet/Bart De Baere, Heiner Müller, Klaus Staeck

Leinen · Großformat · Schutzumschlag


Ein Kabinett im Museum der Schönen Künste zu Gent. An den Wänden hängen Gemälde flämischer Meister des 17. Jahrhunderts. In der Mitte des Raumes stehen mehrere große Metallregale. Darauf liegen die Wirtschaftswerte: Bernburger Speisesalz, Reismehl, Kakaoschalentee, Zwiebackbruch, … – Originalprodukte hauptsächlich aus der DDR. Alle Produkte sind von Beuys signiert und mit 1 Wirtschaftswert beschriftet. Die Installation wurde unter anderem in Düsseldorf von hier aus und auf der documenta VIII gezeigt.

Über Joseph Beuys

* 12. Mai 1921 in Krefeld; † 23. Januar 1986 in Düsseldorf

Wir zitieren an dieser Stelle Wikipedia: Beuys setzte sich in seinem umfangreichen Werk mit Fragen des Humanismus, der Sozialphilosophie und Anthroposophie auseinander. Dies führte zu seiner spezifischen Definition eines „erweiterten Kunstbegriffs“ und zur Konzeption der Sozialen Plastik als Gesamtkunstwerk, indem er Ende der 1970er Jahre ein kreatives Mitgestalten an der Gesellschaft und in der Politik forderte. Er gilt weltweit als einer der bedeutendsten Aktionskünstler des 20. Jahrhunderts und ist laut Biograf Reinhard Ermen als „idealtypischer Gegenspieler“ zu Andy Warhol zu sehen.

Joseph Beuys und Klaus Staeck verband eine langjährige Zusammenarbeit, und die Edition Staeck war und ist fester Partner bei der Verbreitung der Kunst Beuys’, dessen Werke und Aktionen auch auf Vervielfältigung und Teilhabe ausgerichtet waren.

In der Edition bieten wir zahlreiche Artefakte wie z.B. die „Wirtschaftswerte“, die Teile von Kunstaktionen sind, die tatsächlich weiterhin stattfinden und andauern.

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Über das Werkformat

Wirtschaftswert - Economic Value

Der Werkkomplex der „Wirtschaftswerte“ wurde von Joseph Beuys ab Ende der 1970er-Jahre entwickelt. Es handelt sich dabei um einfache Alltagsgegenstände und verpackte Grundnahrungsmittel – vorwiegend aus der damaligen DDR –, die vom Künstler handschriftlich mit dem Zusatz „1 Wirtschaftswert“ versehen und signiert wurden. Konzeptionell hinterfragen die Wirtschaftswerte das westliche Verständnis von Konsum, Ökonomie und Warenwert. Sie verweisen direkt auf Beuys’ erweiterten Kunstbegriff („Kunst = Kapital“), laut dem menschliche Kreativität und nicht das Geld die eigentliche wertbildende Ressource einer Gesellschaft darstellt.

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Buch

Diese Kategorie umfasst Monografien, Ausstellungskataloge, Textbände sowie spezialisierte Künstlerbücher, die das Schaffen einzelner Künstler oder thematische Gruppenausstellungen dokumentieren. Die Publikationen entstehen häufig in direkter Zusammenarbeit mit den Autoren und Künstlern. Sie bieten neben Werkabbildungen auch theoretische Texte, biografische Daten und historische Analysen. Damit dienen sie Kunstinteressierten, Sammlern und Institutionen als verlässliche Quelle zur Recherche, Archivierung und vertieften Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Positionen.

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