Der deutsche Künstler Wolf Vostell wurde am 14. Oktober 1932 in Leverkusen geboren und starb am 3. April 1998 in Berlin. Er gilt als ein Pionier des Happenings, der Videokunst und Mitbegründer der Fluxus-Bewegung. Das grafische Medium der Verwischung war zentral für sein Werk.
Vostell absolvierte eine Lehre als Fotolithograf. Er entwickelte das Prinzip der Dé-coll/age, bei dem er bestehende Plakatwände oder Pressefotos abriss, mit Chemikalien verwischte oder mit Beton übergoß. In seinen zahlreichen Siebdrucken und Lithografien konfrontierte er Motive aus Konsumwelt, Krieg und Autounfällen. Diese grafisch präzise strukturierten Collagen analysierten die visuellen Traumata der modernen Mediengesellschaft sachlich und radikal.



