Der deutsche Maler und Grafiker Raimund Girke wurde am 28. Oktober 1930 in Heinzendorf (Schlesien) geboren und starb am 12. Juni 2002 in Köln. Er gilt als wichtiger Wegbereiter der Analytischen Malerei und des Minimalismus in Europa. Seine druckgrafischen Arbeiten widmeten sich der Erforschung der Farbe Weiß.
Girke studierte in Hannover und an der Kunstakademie Düsseldorf. Sein Schaffen konzentrierte sich auf die Nuancen von Weiß, Licht und Bewegung. In seinen Grafiken, vor allem Serigraphien und Radierungen, reduzierte er die Bildmittel auf rhythmische Linienstrukturen, Schichtungen und serielle Reihungen. Dadurch verlor die Linie ihre konturierende Funktion und wurde selbst zum Träger von Licht. Girke lehrte als Professor an der Hochschule für Bildende Künste Berlin.


