Die deutsche Malerin und Grafikerin Christa Näher wurde am 24. September 1947 in Lindau geboren. Sie wird Strömungen der figurativen Malerei der 1980er-Jahre zugerechnet. Die Zeichnung und die Radierung bilden ein eigenständiges, nuancenreiches Fundament ihres Schaffens.
Näher studierte an der Hochschule für Bildende Künste Städelschule in Frankfurt am Main, wo sie später von 1987 bis 2013 als erste weibliche Professorin für Malerei lehrte. Ihre grafischen Arbeiten, meist in dunklen Tonwerten gehaltene Tuschezeichnungen und präzise Radierungen, zeigen archaische Tiergestalten, Chimären und Innenräume. Durch dichte Schraffuren und Schattenstrukturen erzeugt sie visuelle Räume, die das Unbewusste und mythologische Themen sachlich ergründen. Sie nahm 1992 an der documenta IX teil.

